Startschuss für den Projektfonds Kulturplan Lausitz 2026: In diesem Jahr werden 26 Vorhaben gefördert, die das Kulturleben sowie das kulturelle und das sorbische/wendische Erbe in der brandenburgischen Lausitz stärken. Dafür steht rund eine Million Euro zur Verfügung.
Kulturministerin Dr. Manja Schüle: „Vom Europäischen Theaterfestival der Jugend über den ‚Lausitzer Landweg‘ bis zum Musikfestival Südbrandenburg: Auch in diesem Jahr ermöglicht der Projektfonds Kulturplan Lausitz die Umsetzung von ambitionierten und hoch spannenden Vorhaben, die den Strukturwandel in der Region begleiten, neue Beschäftigungspotenziale erschließen und Strahlkraft für die Lausitz entwickeln sollen. Mit unserem Förderfonds setzen wir eine zentrale Maßnahme aus dem Kulturplan Lausitz um, den wir gemeinsam mit der Kultur- und Kreativszene vor Ort entwickelt haben. Herzlichen Dank an die mit Lausitzer Akteuren besetzte Jury für ihre Arbeit und die kluge Auswahl der partizipativen und integrativen Kulturprojekte! Das war angesichts von 78 eingegangenen Bewerbungen keine leichte Aufgabe – dafür aber ein klares Zeichen für den Erfolg des Wettbewerbs. Ich freue mich schon darauf, das eine oder andere Projekt kennenzulernen.“
Der 2024 gestartete Projektfonds Kulturplan Lausitz knüpft an den erfolgreichen Ideenwettbewerb „Kulturelle Heimat Lausitz“ der Jahre 2019 bis 2021 an. Er ist neben der Lausitz-Kultur-Koordinierungsstelle (LKK) in Cottbus und dem länderübergreifenden Lausitz Festival eine weitere Schlüsselmaßnahme im Rahmen der Umsetzung des Kulturplans Lausitz. Die per Juryverfahren ausgewählten Projekte sollen dazu beitragen, die im Kulturplan Lausitz verankerten Schwerpunkte in kulturelle Angebote und Formate zu „übersetzen“ sowie den wichtigen Beitrag von Kulturakteurinnen und -akteuren zur Stärkung der Region aufzuzeigen. Die Fördermittel werden vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie dem Land Brandenburg bereitgestellt. Der Fonds wird von der an der Wirtschaftsregion Lausitz angesiedelten Lausitz-Kultur-Koordinierungsstelle und der Firma actori betreut. Gefördert werden insbesondere Vorhaben und Ideen, die landkreisübergreifend angelegt sind, die Vernetzung verbessern und die Sichtbarkeit der Lausitzer Kulturlandschaft fördern. Die Kofinanzierung kann durch kommunale Fördermittel, Drittmittel oder Eigenanteile erbracht werden.
Von den 26 ausgewählten Projekten erhalten 7 Projekte in diesem Jahr jeweils bis zu 150.000 Euro, weitere 15 kleinere Kulturprojekte erhalten jeweils bis zu 10.000 Euro. Vier Vorhaben mit einer dreijährigen Laufzeit bekommen jeweils eine Förderung von bis zu 100.000 Euro pro Jahr. Gefördert werden bis zu 90 Prozent der Gesamtkosten. Alle geförderten Projekte können der Anlage entnommen werden. Auf der von der Lausitz-Kultur-Koordinierungsstelle betreuten Plattform www.lausitz-kultur.eu werden die ausgewählten Projekte und deren Entwicklungsstände zeitnah vorgestellt.
Mitglieder der Jury waren Gert Streidt (ehemaliger Direktor der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz), Steffi Marschner (Leiterin des Kulturamts vom Landkreis Elbe-Elster), Sandra Junghardt (Projektleiterin der Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg), Babette Zenker (Museumsleiterin des Heimatmuseums Dissen), Daniel Ris (ehemaliger Intendant der neuen Bühne Senftenberg), Cornelia Huth (Bürgerregion Lausitz) sowie Hendrikje Eger (Leiterin des Jugendkulturzentrums GLADHOUSE Cottbus). Sofern Jurymitglieder bei den Anträgen involviert waren, enthielten sie sich der Stimme.