Partner des Interreg-Europe-Projekts „DeCarb“ treffen sich in Brandenburg

Die Partner des EU-Projektes „DeCarb“ aus acht europäischen Ländern besuchen am 6. und 7. November die Lausitz. Im Mittelpunkt des Studienbesuchs steht der Austausch mit Brandenburger Vertretern aus Wirtschaft und Verwaltung über Potenziale der Rekultivierung und Nutzung von Bergbaufolgelandschaften. Gastgeber ist das brandenburgische Wirtschaftsministerium. Unterstützt wird der Studienaufenthalt zudem von der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB), der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft, dem brandenburgischen Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe sowie der Industrie- und Handelskammer Cottbus.

Europaweit Vorbild

„Brandenburg ist europaweit Vorbild, wenn es darum geht, Bergbaufolgelandschaften für die Zukunft zu gestalten. Die Rekultivierungstechnologien und Nachnutzungskonzepte aus der Lausitz können eine Blaupause für andere europäische Kohleregionen sein“, sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach im Vorfeld des Besuches. Für Brandenburg sehe er besondere Chancen im Bereich der regenerativen Energien sowie in der Anwendung von Hybrid- und Speichertechnologien auf Bergbaufolgelandschaften.

Teil des Programms wird ein Treffen mit regionalen Interessenvertretern und Unternehmen am Abend des 6. November in Cottbus sein mit dem Ziel, direkte Kontakte zu knüpfen. Am 7. November wird die Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) Rekultivierungsprojekte in der Region Welzow-Süd vorstellen. Diese stehen beispielhaft für die Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen wie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg und dem Institut für Bergbaufolgelandschaften Finsterwalde.

Am Nachmittag des zweiten Besuchstages wird die internationale Besuchergruppe in Großräschen von Thomas Zenker, dem Bürgermeister der Stadt, empfangen. Danach wird Rolf Kuhn, der ehemalige Chef der Internationalen Bau-Ausstellung Fürst-Pückler-Land (2000-2010) und „Vater“ der IBA-Terrassen in Großräschen, über sein Wirken in der Lausitz und für die Lausitz berichten.

„Der Besuch der DeCarb-Projektpartner stärkt die europäische Zusammenarbeit von Regionen, die vom Strukturwandel im Kohlebergbau betroffen sind und Wege für die Rekultivierung und sinnvolle Nutzung von Bergbaufolgelandschaften finden müssen. Ich bin überzeugt, dass die Partner durch den Austausch Anknüpfungspunkte für wirtschaftliche Kooperationen finden werden“, erklärte Steinbach. Das EU- Projekt trage zu einer sozialverträglichen Strukturentwicklung in der Lausitz bei.

Hintergrund

Das Interreg-Europe-Projekt „DeCarb“ unterstützt den Austausch zwischen Behörden und regionalen Interessenvertretern. Es geht darum, Erfahrungen und Wissen zu einem sozialverträglichen Übergang von der Energieversorgung aus fossilen zu regenerativen Energien auszutauschen. Die Kohleregionen sollen dabei unterstützt werden, wirtschaftliche und gesellschaftliche Stabilität während des Strukturwandels zu sichern. An dem Projekt sind mit Bulgarien, Griechenland, Spanien, Rumänien, Slowenien, Polen, Ungarn, Dänemark und Deutschland neun Partnerländer beteiligt. Brandenburg bringt sich insbesondere mit den Themen Tagebausanierung, Rekultivierung sowie Gestaltung und Nutzung von Bergbaulandschaften ein.

Hinweis: Medienvertreter, die Interesse haben, an dem einen oder anderen Programmpunkt der englischsprachigen Veranstaltung (Programm anbei) teilzunehmen, werden gebeten, sich beim Ministerium für Wirtschaft und Energie zu melden.