Nächster Schritt für den Tourismus im Lausitzer Seenland: Brandenburgs Wirtschafts- und Tourismusministerin Martina Klement haben am Dienstag gemeinsam mit der sächsischen Tourismusministerin Barbara Klepsch und dem Lausitz-Beauftragten des Ministerpräsidenten, Dr. Klaus Freytag, im Rahmen eines Besuchs der Lausitzer Seenlandschaft einen Zuwendungsbescheid für den dritten Bauabschnitt der IBA-Terrassen in Großräschen übergeben. Mit rund 2,66 Millionen Euro werden aus Mitteln des Strukturstärkungsgesetzes der Bau eines Besucherstollens sowie die Gestaltung der Außenanlagen unterstützt.

Die ehemaligen Ausstellungs- und Verwaltungsgebäude der Internationalen Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land werden Schritt für Schritt zu einem zukunftsorientierten Campus für Tourismus, Arbeit, Bildung, Wissenschaft und Kultur entwickelt. Mit dem dritten Bauabschnitt entsteht ein weiterer wichtiger Baustein, um die Geschichte des Bergbaus und den erfolgreichen Wandel der Region für Gäste und Einheimische erlebbar zu machen.

Wirtschaftsministerin Martina Klement: „Das Lausitzer Seenland ist eine der spannendsten Tourismusregionen Deutschlands. Wo früher der Braunkohletagebau die Landschaft geprägt hat, findet sich heute eine einzigartige Seenlandschaft mit neuen Angeboten für Erholung, Wassersport, Kultur und nachhaltigen Tourismus. Die IBA-Terrassen in Großräschen zeigen eindrucksvoll, wie aus industriellem Erbe neue Zukunftsperspektiven entstehen. Mit der Förderung des Besucherstollens stärken wir einen wichtigen touristischen Anziehungspunkt in der Region und machen die Geschichte des Strukturwandels sichtbar.“

Auch die sächsische Tourismusministerin betonte die Bedeutung der länderübergreifenden Entwicklung des Lausitzer Seenlands: Die gemeinsame Tourismusregion von Brandenburg und Sachsen stehe beispielhaft für die erfolgreiche Verbindung von Landschaftsentwicklung, Innovation und nachhaltigem Tourismus.

Mit dem dritten Bauabschnitt wird die Entwicklung der IBA-Terrassen konsequent fortgesetzt. In einem Besucherstollen unterhalb der Victoriahöhe – der ehemaligen Außenkippe des Tagebaus Meuro – wird künftig die Bergbaugeschichte Großräschens erlebbar. Der bis Ende der 1990er Jahre betriebene Tagebau Meuro ist Ausgangspunkt einer der größten Landschaftsveränderungen Europas: Aus der ehemaligen Bergbaulandschaft entstand der Großräschener See, der im vergangenen Jahr für den Schiffsverkehr freigegeben wurde und heute ein zentraler Bestandteil des Lausitzer Seenlands ist.

Bereits in den ersten beiden Bauabschnitten wurden wichtige Grundlagen für die neue Nutzung der IBA-Terrassen geschaffen. Mit rund 2,48 Millionen Euro aus der Strukturstärkung entstand ein modernes Besucherzentrum. Im zweiten Abschnitt wurden mit 11,1 Millionen Euro Fördermitteln die Häuser 1 bis 3 saniert und unter anderem ein Bistro, ein Coworking Space mit Gruppen- und Seminarräumen sowie eine gläserne Energiewerkstatt errichtet. Über eine Energiezentrale soll der Campus künftig mit erneuerbaren Energien versorgt werden.

Die IBA-Terrassen stehen damit beispielhaft für den Wandel der Lausitz: Aus einer ehemaligen Bergbauregion entsteht eine moderne, nachhaltige und touristisch attraktive Zukunftsregion.