Das Förderprogramm „Projektfonds Kulturplan Lausitz“ geht in die dritte Förderrunde: Kulturprojekte, die das Kulturleben und das sorbische/wendische Erbe in der brandenburgischen Lausitz stärken und den Strukturwandel sichtbar begleiten, werden 2027 mit rund einer Million Euro unterstützt. Gefördert werden bis zu 25 Projekte in drei Kategorien: einjährige lokale Kulturprojekte und Ideen bis 10.000 Euro, einjährige Kooperations- und Entwicklungsprojekte bis 150.000 Euro, mehrjährige strategische Strukturprojekte bis 300.000 Euro (max. 100.000 Euro pro Jahr). Das Förderprogramm ist offen für alle Sparten der Kunst und Kultur. Bewerbungen sind bis zum 13. September 2026 online möglich.

Der 2024 gestartete Projektfonds Kulturplan Lausitz knüpft an den erfolgreichen Ideenwettbewerb „Kulturelle Heimat Lausitz“ aus den Jahren 2019 bis 2021 an. Er ist neben der Lausitz-Kultur-Koordinierungsstelle (LKK) in Cottbus/Chóśebuz und dem länderübergreifenden Lausitz Festival ein Schlüsselprojekt zur Umsetzung des Kulturplans Lausitz. Die per Juryverfahren ausgewählten Projekte sollen die Schwerpunkte des Kulturplans aufgreifen und in künstlerische Formate übersetzen. Gefördert werden insbesondere Vorhaben und Ideen, die landkreisübergreifend arbeiten, die Vernetzung und Sichtbarkeit der Lausitzer Kulturlandschaft fördern, oder sich mit dem Ende der Braunkohleförderung in Brandenburg im Jahr 2030 auseinandersetzen. Bewerben dürfen sich Kulturakteure und Kultureinrichtungen aus Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und Cottbus. Zu Kooperation mit Partnern aus dem gesamten historisch gewachsenen Wirtschafts- und Kulturraum der Lausitz (Oberlausitz sowie Woj. Niederschlesien, Lebus) sowie mit überregionalen künstlerischen Akteuren wird ermutigt.

Die Fördermittel werden vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) sowie dem Land Brandenburg bereitgestellt. Die Umsetzung erfolgt durch das Kulturministerium in enger Abstimmung und Kooperation mit der Lausitz-Kultur-Koordinierungsstelle (LKK) in Cottbus sowie der Firma actori. Die Kofinanzierung kann durch kommunale Fördermittel, Drittmittel oder Eigenanteile erbracht werden. Weitere Informationen: https://mwfk.brandenburg.de/mwfk/de/kultur/kulturentwicklung-in-der-lausitz und https://www.lausitz-kultur.eu.